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Kreuzfahrtschiffe entleeren Fäkalientanks auch in der Donau

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Kreuzfahrtschiffe entleeren Fäkalientanks auch in der Donau

Nach der Coronapause floriert die Passagierschifffahrt auf der Donau wieder. Nicht immer werden die Fälkalientanks der Schiffe ordnungsgemäß entleert.

Kreuzfahrtschiffe auf der Donau schippern nach einer Zwangspause wegen der Corona-Pandemie wieder zahlreich Richtung Wachau oder Budapest. Mit bis zu 300 Passagier:innen an Bord fallen neben Müll auch jede Menge menschliche Ausscheidungen an.

Moderne Schiffe verfügen oft über eine Kläranlage an Bord. Fehlt diese, werden die Hinterlassenschaften in einem Fäkalientank gesammelt und an dafür vorgesehenen Stellen am Ufer entleert. So jedenfalls die Theorie. In der Praxis dürfte die Sache anders aussehen.

Keine Kontrollen, keine Strafen

Sind die Reisen ausgebucht, wird der Tank für die Exkremente schnell voll – und findet sich gerade keine passende Entsorgungsstelle, entleeren die Schwarzen Schafe unter den Reedereien ihre Sammeltanks einfach im Fluss. Ansonsten wären die Bordtoiletten vorübergehend nicht mehr benutzbar.

Anrainer:innen und Fischer:innen berichten immer wieder von stinkendem braunen Schaum am Wasser der Donau, vor allem in der vielbesuchten Wachau. Einen ersten umweltpolitischen Erfolg gab es im Jahr 2019 (also noch vor Corona), als sich die Reedereien freiwillig dazu bekannten, die fachgerechte Entsorgung von Abwasser und Abfall zu dokumentieren. Mehr aber auch nicht.

Da es jedoch weder Kontrollen noch Strafen gibt, sind wohl weiterhin manche Unbelehrbare unterwegs. Meist erfolgt die Entleerung während des Wendens, da die Schiffsschraube dabei den Dreck durchwirbelt und rasch verteilt. Das Übrige erledigt die Strömung.

Belastetes Wasser, gesperrte Strände

Es liegt wohl auf der Hand, dass Fäkalien nicht ins Wasser gehören. Entlang der Donau gibt es unzählige Badeplätze, Buchten und Freizeitanlagen. Schmutziges oder belastetes Wasser kann Infektionen der Augen, Ohren, Atemwege oder Haut auslösen sowie zu Magen-Darm-Erkrankungen führen.

Großbritannien hatte im Sommer 2022 große Schwierigkeiten mit Exkrementen im Meer und musste Strände entlang des Ärmelkanals schließen. Umweltsünder leiten ungeklärte Abwässer in Flüsse, Seen und ins Meer. Illegale Entsorgung ist weder leicht aufzudecken, noch einfach aufzuhalten. Oft fehlt leider auch der politische Wille. Den Schaden haben immer die Lebewesen – an Land und im Wasser.

Dabei könnten Kot und Urin sehr viel mehr sein als lästiger Abfall, der illegal entsorgt wird. Aber wie soll man diesen verwenden?

Fäkalien können zu nährstoffhaltigem Kompost führen.
Mit menschlichem Kot gedüngte Erde ist sehr fruchtbar.

Auf den Komposthaufen

Kot und Urin eignen sich als Düngemittelbasis. Die Firma öKlo aus Wolkersdorf in Niederösterreich setzt sich seit Jahren dafür ein, eine Kreislaufwirtschaft in Gang zu bringen. Forschungen von öKlo haben gezeigt, dass sich menschliche Ausscheidungen ebenso wie Kuhmist oder Gülle als Düngemittel eignen.

Natürlich müssen Schadstoffe wie Listerien, Salmonellen oder Staphylokokken sowie Medikamentenrückstände oder Hormone durch thermische und oxidative Behandlung zuerst abgetötet werden. Sodann kann Kot kompostiert werden und es entsteht wertvoller Humus. Bislang darf dieser jedoch nur im Privatbereich verwendet werden.

Aus Urin lässt sich zum Beispiel Phosphor gewinnen, der weltweit ein knappes Gut ist und dessen Vorkommen wohl in ein paar Jahrzehnten komplett ausgebeutet sind.

Gemeinsam mit der Universität für Bodenkultur in Wien (BOKU) hat öKlo den Nutzen von Fäkalien als Basis für Dünger bereits nachgewiesen. Trotzdem lässt die österreichische Kompostverordnung die Ausbringung in der Landwirtschaft bislang nicht zu.

Ab in die Biogasanlage

Fäkalien können aber auch einfach getrocknet und als Biomasse verheizt werden. Gerade in der jetzigen Energiekrise wären Fäkalien als Brennstoff ein ökologisch wie ökonomisch sinnvolles Produkt. Sie scheinen aber noch immer von einem gewissen Misstrauen und Ekel behaftet zu sein – eine offene Diskussion ohne Tabus wäre dringend nötig!

Die Rohstoffe dieser Erde sind nicht unendlich verfügbar. Daher braucht es rasch ein Umdenken, damit wir ressourcenschonender und nachhaltiger leben können! Dafür stehen wir von öKlo.

 

Quellen und weiterführende Links:

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