Mieten
Template is not defined.

Warenkorb

Eine neue Kompostverordnung muss am Besten schon 2022 her!

Inhaltsverzeichniss

Beitrag teilen

Eine neue Kompostverordnung muss am Besten schon 2022 her!

compost from your toilet can be used in a variety of ways.
Menschliche Fäkalien dürfen in Österreich nicht kommerziell verwertet werden. Die Kompostverordnung ist völlig veraltet. Über eine Neuregelung muss dringend diskutiert werden.

Verwendung statt Verschwendung

Während in Österreich tierische Fäkalien als Dünger auf landwirtschaftlichen Flächen ausgebracht werden dürfen, können menschliche Hinterlassenschaften nicht wiederverwertet werden. Damit werden wertvolle Ressourcen verschwendet statt verwendet. Die Kompostverordnung verbietet es, Fäkalien von Menschen in Umlauf zu bringen. Wertvolle Stoffe wie Phosphat, Kalium oder Stickstoff werden damit der Kreislaufwirtschaft entzogen.

Gerade werden weltweit wegen des Ukraine-Kriegs, der Erdgas massiv verteuert hat, Düngemittel knapp und zu Höchstpreisen gehandelt. Das lässt unter anderem unsere Lebensmittelpreise massiv steigen, da durch zu wenig Düngung die Erträge sinken. Organischer Dünger wie Gülle, Jauche, Mist, kompostierte Pflanzenreste oder eben auch menschliche Hinterlassenschaften wären eine kostengünstige Alternative.

Der Mensch gegen das Tier

Gemäß der EU-Abfallrichtlinie aus dem Jahr 2008 sind die Mitgliedsstaaten verpflichtet, Abfälle nach der vorgeschriebenen Richtlinie zu entsorgen (2008/98/EG). So dürfen eben tierische Fäkalien ausgebracht werden, menschliche jedoch nicht – selbst wenn sie durch wissenschaftliche Techniken von Schadstoffen befreit wurden. Ein von öKlo in Auftrag gegebenes Gutachten hat gezeigt, dass diese Differenzierung wenig Sinn macht, solange die entsprechende Behandlung stattfindet. Mit einer simplen Verordnungsänderung könnten wertvolle Stoffe recycelt werden. Bis dahin dürfen die Hinterlassenschaften aus unseren Trockentoiletten also nicht in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt werden.

Ökologisch und ökonomisch sinnvoll

Die globale Verknappung von Rohstoffen führt zu immer höheren Preisen. Für die Produktion von Düngemitteln werden wertvolle Energieressourcen verschwendet. Lange Transportwege heizen den Klimawandel weiter an. Die Verwertung von menschlichen Fäkalien wäre also ökologisch wie auch ökonomisch sinnvoll.

Unsere Ausscheidungen enthalten Phosphor, Kalium, Magnesium, Calcium und Schwefel, sowie die Stoffe Bor, Chlor, Eisen, Mangan, Nickel und Zink. Nährstoffe also, die als Düngemittel wertvoll wären. Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft und Abfall e. V. (DWA) fand heraus, dass bis zu 25 Prozent synthetischer Mineraldünger durch Recyclingdünger aus Menschenkot ersetzt werden könnte.

Ein Beispiel: Der Bedarf an Energie für Produktion, Transport und Ausbringung von Stickstoffdünger entspricht dem Energiegehalt von etwa zwei Tonnen Erdöl . Österreich verbraucht jährlich rund 117.000 Tonnen Dünger aus Stickstoff.

Ein weiteres Beispiel: Phosphat, ein lebenswichtiger Pflanzennährstoff, schädigt beim Abbau (zum Beispiel in Marokko, Peru oder China) Arbeiter und Umwelt gleichermaßen. Außerdem ist die Ressource endlich und könnte schon in 20 Jahren komplett ausgebeutet sein. Letztendlich landet Phosphat gemeinsam mit Medikamentenrückständen und Schwermetallen im Klärwasser.

Entweder Abfall oder kostbarer Dünger

Es ist leider so, dass Österreich mit seiner Abfallwirtschaft noch nicht in das (post-) moderne Zeitalter eingetreten ist, sondern an vermeintlich “Altbewährtem” festhält. Es fehlen Visionen, zukunftsorientierte, ökologische, klimaschonende und progressive Verfahren und Lösungsansätze.

Dabei gäbe es Alternativen, um aus Abfällen kostbaren Dünger zu machen. Vorgemacht hat dies etwa die Schweiz. Der Komposttoiletten-Hersteller Greenport hat gemeinsam mit dem Wasserforschungsinstitut der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) den„Aurin-Recyclingdünger“ entwickelt. Im sogenannten VUNA-Recyclingverfahren werden wertvolle Nährstoffe aus menschlichem Urin gewonnen. Anders als in Österreich darf dieser Dünger bei unseren Nachbarn verkauft werden. „Aurin“ wurde vom Schweizer Bundesamt für Landwirtschaft zur Düngung von essbaren Pflanzen 2008 zugelassen. Von Stickstoff, Phosphor und Kalium bis zu vielen wertvollen Spurenelementen ist alles drin.

Auch ein zukunftsträchtiges Verfahren zur Verwertung von menschlichen Fäkalien haben die ETH und Greenport entwickelt und im Züricher Zoo erfolgreich getestet. Das fruchtbare Bodensubstrat, „Terra Preta“ genannt, wird durch eine Zersetzung aus Kompost, Aktivkohle und menschlichem Kot gewonnen. Der Biologe des Tiergartens, Dr. Martin Bauer, kommentierte den Versuch so:  „Die Bananenstauden sind in kürzester Zeit vier oder fünf Meter groß geworden und tragen Früchte. Wir sind so begeistert, dass wir die Erde auch noch auf anderen Flächen einsetzen werden.“

Hochwertiger Kompost bringt eine gute Ernte.

Schwarze Erde und braunes Gold

Öklos Firmenslogan – „In Dir steckt mehr als Du denkst“ – deutet schon an, worauf wir hinauswollen, nämlich menschliche Fäkalien zu nutzen. In Zusammenarbeit mit der Universität für Bodenkultur (Boku) und der AGES (Österreichische Agentur für Ernährungssicherheit) hat öKlo ein Schnell-Kompostierverfahren entwickelt. Organische Abfälle wie Lebensmittelreste, Papier, Grünschnitt oder Küchenabfälle und eben auch menschliche Ausscheidungen werden in einem Prozessverfahren in wertvollen Humus beziehungsweise kompostierte Masse verwandelt. Das dauert nur wenige Tage und  aus den Abfällen ist braunes Gold geworden.

Das Resultat ist ermutigend. Das Substrat, das entsteht, weist neben vielen anderen wertvollen Stoffen eine erhöhte Konzentration an Nitraten, Phosphaten und Kalium (NPK) auf. Es enthält die gleichen Pflanzennährstoffe wie sie in der Natur in einem gesunden Boden vorkommen. So gut gedüngt entsteht fruchtbare schwarze Erde.

Wenn Ihr Euch über die etablierten Verfahren zur Herstellung von wertvollen Stoffen aus menschlichen Hinterlassenschaften informieren wollt, legen wir Euch unseren Blog ans Herz: Er enthält umfassende Infos über etablierte Verfahren aus der ganzen Welt.

Die Zeit ist reif zu handeln

Nachhaltige Lösungen müssen rasch umgesetzt werden. Wir alle sind von der Klimakrise massiv bedroht und brauchen Alternativen. Es darf kein Tabu mehr sein, unsere Ausscheidungen wiederzuverwerten. Und keine Angst: Sie sind hochwertig und einwandfrei hygienisch.

Wir von öKlo fordern daher dringend die Novellierung der österreichischen Kompostverordnung!

Beitrag teilen
Der Welttoilettentag soll auf Misstände der Sanitäreinrichtungen weltweit hinweisen.

Welttoilettentag 2022: Das Klosett als Kulturgut

Rund drei Jahre unseres Lebens verbringen wir auf der Toilette. Milliarden Menschen weltweit müssen ohne diesen Komfort auskommen. Der Welttoilettentag der Vereinten Nationen erinnert daran.

Der Plastik-Planet: Ein Problem gerät außer Kontrolle

Unsere Erde wird mit Plastik vermüllt und die Meere damit überflutet. Was einst als große Erfindung galt, ist heute eines der größten Umweltprobleme der Menschheit.

Weggeworfene Zigarettenstummel verpesten die Umwelt

Milliarden von Zigarettenstummeln werden weltweit jeden Tag achtlos in der Umwelt entsorgt. Sie sind hochtoxisch und schaden Mensch und Natur massiv.

Alternative Toilettenlösungen bei Blackout

Wir stecken in einer veritablen Energiekrise. Sollte es zu einem Blackout kommen, gehen nicht nur die Lichter aus, sondern es funktioniert so gut wie nichts mehr – auch die Toilette nicht. Wir haben ein paar Alternativen zur herkömmlichen Wassertoilette gesammelt.

So a Schas: Furzen stört die staatliche Ordnung

Wir alle tun es mehrmals täglich, doch Achtung vor der Exekutive – Furzen kann in Österreich strafbar sein. Unsere Vorfahren hätten uns ausgelacht.

Wie du deinen Fußabdruck reduzierst: Kleine Schritte, große Wirkung

Kennst Du Deinen persönlichen CO2-Fußabdruck, also die Menge an Treibhausgasen, die aufgrund Deines Lebensstils in die Atmosphäre geblasen werden? Teste Dich auf Klimaverträglichkeit!

Warum öKlo kein Billiganbieter ist

Zu jeder Veranstaltung gehört auch eine ordentliche Sanitärlösung. Es gibt viele Anbieter von mobilen Toiletten – und so gut wie alle sind günstiger als öKlo. Aber ein öKlo bringt Mehrwert. Warum wir also kein Billiganbieter sind und das auch nie werden wollten.

Vom Nachttopf bis zur Trockentoilette: Kot macht erfinderisch!

Lange Hitzeperioden und Wassermangel nehmen zu. Alleine rund 40 Liter Trinkwasser spülen wir täglich nach den Klogängen in die Kanalisation. Toiletten ohne Wasseranschluss helfen zu sparen. Wir haben uns verschiedene Varianten angesehen.

Das Plumpsklo: Eine historische Betrachtung

Schon unsere Vorfahren waren kreativ, was ihre Lösungen für Fäkalien betraf. Manche Epochen sind geprägt von desaströsen hygienischen Zuständen. Eine Erfindung hat sich über Jahrhunderte gehalten: Das Plumpsklo.

Greenwashing: Tarnen und täuschen unter dem grünen Mantel

Mit sogenannten Greenwashing versuchen Unternehmen, sich ein nachhaltiges und sauberes Image zu verpassen. Nun schiebt die EU dieser Praktik einen Riegel vor.

Kleine Kulturgeschichte der Fäkalsprache

Sie ist wahrscheinlich so alt wie die Menschheit selbst: Die Fäkalsprache. Im Alltag allgegenwärtig, gilt sie dennoch als derb und obszön. Und das nicht ohne Grund.

Alle Fakten zur Kompostierung bei öKlo

Viele Kunden fragen bei uns nach, was genau eigentlich mit dem Inhalt eines öKlos passiert, nachdem dieser abgeholt wird. Unsere WissenschaftlerInnen erklären die Prozesse hinter der Kompostierung.

Warum Menschen öKlo lieben: Erfahrungen unserer Mitmenschen

Menschen lieben öKlo – das hören wir oft direkt von unseren MitbürgerInnen, die ihre Erfahrungen mit uns teilen. Aber wieso sind so viele Menschen von den Toiletten aus Holz begeistert? Wir haben die Gründe zusammengetragen.

Wie funktioniert eine öKlo-Komposttoilette? – Der 100% Guide

öKlos sind wasserlos, umweltfreundlich, geruchsneutral und biologisch abbaubar. Aber wie funktionieren die mobilen Trockentoiletten eigentlich genau?

15 Antworten auf wenig gestellte Fragen zu unserer Verdauung

Wir essen, wir verdauen, wir scheiden aus. Während wir viel Wert auf gesunde Ernährung legen, kümmern wir uns kaum um unsere Ausscheidungen. öKlo tut es doch.
compost from your toilet can be used in a variety of ways.

Eine neue Kompostverordnung muss am Besten schon 2022 her!

Menschliche Fäkalien dürfen in Österreich nicht kommerziell verwertet werden. Die Kompostverordnung ist völlig veraltet. Über eine Neuregelung muss dringend diskutiert werden.

Moderne Trockentoiletten: 20+ Anbieter im Überblick

Für euch haben wir eine Liste von 20+ verschiedenen Komposttoiletten-Anbietern zusammengestellt. In Österreich sind wir mit öKlo jedoch noch einzigartig.

Zur öKlo-Anfrage in 3 einfachen Schritten

Sie wollen ein öKlo, wissen aber nicht, wie Sie die Anfrage am Besten stellen? Keine Sorge – wir leiten Sie durch!

Bemerkenswert viel Ausstattung im und rund ums öKlo

Ihr öKlo ist voller gut durchdachter Ausstattung und sofort einsatzfähig. Manchmal braucht man aber mehr als eine mobile Toilette. Wir haben auch die Extras für jeden Bedarf.

Konsequent grün: öKlo kommt mit dem 1. E-Transporter

Umweltschutz ist für das Team von öKlo ein konsequenter Weg, den wir weitergehen wollen. Nicht nur unsere Trockentoiletten sind nachhaltig, auch unser Fuhrpark wurde nun mit einem elektrischen Transporter ausgestattet.

Deine Anfrage bei

Ein bisschen mehr Infos würden uns helfen - Welche Produkte möchtest du haben?
oder rufe uns an unter