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Wie du deinen Fußabdruck reduzierst: Kleine Schritte, große Wirkung

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Wie du deinen Fußabdruck reduzierst: Kleine Schritte, große Wirkung

Zwei grüne Fußabdrücke. Der linke Abdruck ist etwas gelblicher und zeigt ausgedorrte Pflanzen, der rechte ist stark grün und voller lebendig wirkender Pflanzen.
Kennst Du Deinen persönlichen CO2-Fußabdruck, also die Menge an Treibhausgasen, die aufgrund Deines Lebensstils in die Atmosphäre geblasen werden? Teste Dich auf Klimaverträglichkeit!

In nur wenigen Augenblicken kannst du mit dem CO2-Rechner Deinen Fußabdruck herausfinden. Mache den Selbsttest und eruiere Deinen persönlichen Footprint.

Im österreichischen Durchschnitt liegt der Footprint bei 5,3 Global Hektar (gha) pro Person jährlich. Als globaler Hektar wird die Maßeinheit für den ökologischen Fußabdruck von Menschen oder Aktivitäten bezeichnet. Es brauchte 3,15 Planeten, damit sich so ein gewaltiger Abdruck für alle 7,9  Milliarden Menschen ausgehen würde.

Um die Klimaziele von 2050 zu erreichen, müsste unser aller Fußabdruck auf unter eine Tonne im Jahr fallen.

Fazit: Wir müssen also sparen, was geht. Gerade wir in den Industrieländern produzieren ein Vielfaches mehr CO2 als wir dürften – für Strom und Wohnen, für Transport, für Landwirtschaft und Lebensmittel, die Industrie und für Konsum.

Für den Fußabdruck sind Reisen in die Karibik ein Disaster.
Fernreisen sind schlecht fürs Klima. Foto: Ishan @seefromthesky on Unsplash

Die drei Länder mit der schlechtesten CO2-Bilanz sind China, die USA und Indien. Sie sind inzwischen für mehr als die Hälfte der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich.

Rangliste der weltweiten CO2-Emittenten

Ranking CO2-Emissionen in Mio. t globaler Anteil in %
1. China 11.256 29,7
2. USA 5.275 13,9
3. Indien 2.622 6,9
4. Russland 1.748 4,6
5. Japan 1.199 3,2
6. Deutschland 753 2,0
7. Iran 728 1,9
8. Südkorea 695 1,8
9. Saudi-Arabien 625 1,7
10. Kanada 594 1,6

Quelle: EU-Kommission: Fossil CO2 and GHG emissions of all world countries, 2019 report. Bezugsjahr: 2018

CO2-Sparmaßnahmen

Der Flugverkehr:

Es ist bekannt, dass Flugreisen das Klima extrem belasten. Ein Langstreckenflug von Wien auf die Karibikinsel Tobago (Kleine Antillen) zum Beispiel braucht für Hin- und Rückflug 2,7 Tonnen C02 – pro Person wohlgemerkt. Damit liegt klar auf der Hand, wie klimaschädlich das Fliegen ist.

Genau genommen dürften wir alle nicht mehr mit dem Flugzeug verreisen, denn es hat als Verkehrsmittel die mit Abstand schlechteste Klimabilanz. Der Luftverkehr emittiert nicht nur Kohlendioxid (CO2), sondern auch Stickoxide, Wasserdampf, Kohlenmonoxid, nicht verbrannte Kohlenwasserstoffe und Rußpartikel. Der CO2-Rechner für Flugreisen verrät, wie viel Schadstoffe pro Flug ausgestoßen werden.

Wenn wir Fliegen vermeiden, können wir massiv Emissionen sparen. Wo immer es geht, sollten wir alle auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen – Zug fahren, statt in ein Flugzeug zu steigen, schützt das Klima enorm. Mit dem Klimaticket wurde eine preisgünstige Alternative zum Ferienflieger geschaffen.

Aber ja, in die Karibik kommt man damit nicht. Wer nicht auf Fliegen verzichten kann oder will, sollte zumindest seinen Fußabdruck durch eine Kompensationszahlung, die bereits von den Fluglinien angeboten wird, verkleinern. Klar, das ist eine Art Freikauf, um das Gewissen zu beruhigen. Aber es ist dennoch besser als gar nichts.

Das Auto:

Bei jungen Menschen setzt sich zum Glück langsam ein neuer Lifestyle durch – sie kommen immer öfter ohne Auto aus, jedenfalls in den größeren Städten. Carsharing oder Mitfahrgelegenheiten bieten eine gute Alternative zum eigenen PKW. Ein Umstieg aufs Fahrrad wäre die optimale Lösung. Mit dem CO2-Rechner für Autofahrten lässt sich der persönliche Jahresausstoß berechnen. Jede Autofahrt, die nicht stattfindet, ist eine gute Autofahrt.

Unser Ziel muss sein, weniger Auto zu fahren! Muss es wirklich immer das Auto sein? Natürlich gibt es inzwischen mit den Elektroautos Alternativen, doch der Umstieg ist langwierig. Erst ab 2035 sollen keine Benziner und Dieselautos mehr neu zugelassen werden. Zudem ist auch die Elektromobilität nicht unumstritten.

Die Lebensmittel:

Als enormer Treiber des Klimawandels ist auch die Fleischindustrie bekannt. Nutztiere stoßen klimaschädliches Methan aus. Global gesehen werden 70 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Nutzflächen dieser Erde für die Produktion von Futtermittel genutzt, berichtet der WWF. Da Österreich seinen Bedarf an Tierfutter nicht decken kann, werden Anbauflächen ausgelagert und dafür Regenwälder abgeholzt sowie ganze Regionen zerstört.

Regionale, saisonale und biologische Lebensmittel verringern unseren Footprint. Es geht ja nicht nur um Fleischkonsum, sondern zusätzlich um den Import aus weit entfernten Gegenden. Erdäpfel aus Ägypten, Spargel aus Peru oder Erdbeeren aus Spanien sollten ein absolutes no-go sein – diese Produkte wachsen auch bei uns sehr gut. Das absurde daran ist natürlich, dass heimische Lebensmittel leider deutlich teurer sind.

Besonders wichtig wäre, auf Fleisch zu verzichten! Es gibt inzwischen so viele Möglichkeiten, auch ohne Fleisch auszukommen. Weniger Konsum hilft nicht nur dem Klima, sondern ist außerdem sehr gesund. Wie wäre es mal wieder mit Gemüselasagne oder Krautfleckerln?

Bitte warm anziehen

Strom und Energie:

Lange Zeit war es uns relativ egal, wie viel Strom wir verbrauchen, da die Preise moderat waren – das hat sich schlagartig verändert. Wir stecken in der größten Energiekrise seit den 1970er-Jahren. Nicht nur ist die Versorgungslage durch den Krieg in der Ukraine und Europas Abhängigkeit von Russland kritisch, sondern auch die horrenden Preissteigerungen machen uns allen schwer zu schaffen.

Strom sparen ist das Gebot der Stunde! Energieverschwendung war gestern. Elektrogeräte immer ausschalten, statt auf Stand-by zu belassen, Duschen statt Vollbad, Ladekabel nicht im Stecker lassen, Kühlschrank im Urlaub abtauen, LED-Lampen statt Glühbirnen verwenden und Licht immer ausschalten, Wäsche an der Luft trocken, Ökostrom beziehen und energiesparende Elektrogeräte kaufen. Und vor allem: Weniger Heizen! Es gibt mittlerweile sogar nachhaltige Sanitärlösungen. All das leistet einen kleinen Beitrag zum Klimaschutz und schont die Geldtasche.

Niedrigenergiehäuser oder energieeffizientes Bauen drücken den Fußabdruck. Doch nicht jeder/e hat die Möglichkeit dazu. In einer Mietwohnung mit Gasheizung lässt sich kaum etwas tun außer das Zurückdrehen der Temperaturen. Lieber warm anziehen und sparen. Durch die vielen Hitzeperioden werden Klimaanlagen auch bei uns immer beliebter – sie fressen jedoch leider viel Strom.

Keine Klimaanlage, sondern besser einen Ventilator einsetzen, Wohnung oder Haus nicht auf mehr als 18 Grad heizen und erneuerbare Energien verwenden, sofern das möglich ist. Außerdem bringt jedes Minus bei der Wohnfläche Einsparungen.

Klimasünder Textilindustrie

Der Konsum:

Brauchen wir wirklich so viel Zeug, wie wir besitzen? Müssen wir tatsächlich ständig shoppen gehen und neue Klamotten haben? Stellt Euch diese Fragen vor jedem Einkauf. Halb Afrika wird mit unseren aussortierten Gebrauchsgütern (Elektroschrott, Textilmüll) überschwemmt und vergiftet. Für unsere Mode schuften Frauen, Kinder und Erwachsene in den Schwellenländern unter menschenunwürdigen Bedingungen zu Hungerlöhnen. Mit Chemikalien vergiftete Textilien kommen zu Billigpreisen in unsere Läden. Unser Wohlstand ist auf dem Leid der Menschen in den Schwellenländern aufgebaut. Kümmert es uns? Ja. Ändert sich etwas? Nein.

Kaufe nur das, was du wirklich brauchst. Setze auf Recycling- oder Bioklamotten, behalte dein Handy so lange es funktioniert und konsumiere insgesamt weniger. Vermeide Plastik. Der CO2-Ausstoß der Plastikproduktion übersteigt laut Greenpeace jenen des Flugverkehrs deutlich – etwa vier Millionen Tonnen an Emissionen sind das jährlich in Österreich (Stand 2020). Kunststoff verrottet nicht und landet in Flüssen und den Weltmeeren. Also ist auch Plastik ein Klimakiller. Der Kunststoffmüll wird zu einem immer größeren Problem, die Hersteller sind von einem Umdenken weit entfernt.

Das digitale Leben:

Junge Leute von heute leben oft vegetarisch oder vegan und achten insgesamt auf ein nachhaltiges Leben. Aber sie benutzen Handy, Laptop, Computer, Tablets und Fernseher oder streamen Filme. Gerade das Streaming braucht extrem viel Energie. Auch ist es zunehmend gefragt, in Kryptowährungen zu investieren.

Das Schürfen oder ogenannte Mining von Bitcoins, der bekanntesten Kryptowährung, verbraucht jährlich rund 125 Terrawattstunden (TWh), hat der Cambridge Bitcoin Electricity Consumption Index berechnet. Die entspricht in etwa dem Jahresverbrauch an Energie in der Ukraine mit rund 44 Millionen Einwohner:innen (2020) und steigert so den Fußabdruck der Miner auf ein Vielfaches. Viele dieser Miner – etwa in Texas – geben bereits aus Energiemangel auf, da der Kurs des Bitcoin zuletzt auf Talfahrt war – zwischenzeitlich erholte er sich aber wieder.

Eine Menge Bitcoin fressen auch eine Menge Strom - mehr als der Durchschnittsbürger im Jahr braucht.
Stromfresser Bitcoin: Mining ist schlecht für die Umwelt. Foto: Kanchanara on Unsplash

Streamingdienste moderat nutzen, elektronische Geräte bei Nichtgebrauch immer ausschalten, den Erwerb von stromfressenden Bitcoins oder andere Kryptos gut überlegen.

Wie öKlo Emissionen spart

Das Unternehmen öKlo setzt sich für Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Fairness ein.

Unsere Mitarbeiter:innen versuchen auch privat, ihren Fußabdruck zu drücken. Als Firma setzt öKlo bereits seit Jahren auf Ökostrom am Firmengelände in Wolkersdorf. Der Fuhrpark umfasst mittlerweile drei Elektro-Kleintransporter. Somit ist öKlo das einzige Unternehmen in der Branche, das auf Elektromobilität umsattelt.

Unsere mobilen Trockentoiletten werden aus heimischen Holz gefertigt, ein nachwachsender Rohstoff. Sie funktionieren energieautark, also ohne Strom und Wasseranschluss. Jährlich sparen wir so in etwa 8,25 Millionen Liter Trinkwasser. Wir verwenden auch keine Chemie wie manche Mitbewerber:innen. Und wir schaffen Arbeitsplätze in Österreich – rund vierzig sind es inzwischen.

Mit 250 Tonnen entsorgten Feststoffen reduziert öKlo den Stromverbrauch um 165 Megawatt und den Ausstoß an CO2 um 87,5 Tonnen im Jahr. Wir verringern auch die Belastung von Trinkwasser mit Hormonen, Fäkalienkeimen, Medikamenten, Plastik oder Drogen. Dies ist ein wesentlicher Beitrag zum Umweltschutz.

Wir müssen künftig bescheidener leben, sonst retten wir uns – und vor allem die nachkommenden Generationen – nicht mehr vor dem Klimakollaps. Jeder noch so kleine Schritt (und damit jeder noch so kleine Fußabdruck) kann am Ende ein großer sein, wenn so viele Menschen wie möglich mitmachen.

 

Links zum Thema: 

www.oeklo.at

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