Obwohl alle Trockentoiletten ohne Wasser auskommen, unterscheiden sie sich doch sehr in ihrer Anwendungsweise.

Komposttoilette – Trockentoilette ohne Trennung von flüssigen und festen Stoffen
Bei der Komposttoilette werden die Hinterlassenschaften gemeinsam in einem Endbehälter gesammelt um anschließend kompostiert zu werden.

Abdeckmaterial wie Rindenmulch oder Sägespäne verhindern die Entwicklung von schlechten Gerüchen und fördern den biologischen Abbau.

 

Trenntoilette – Trockentoilette mit Trennung von flüssigen und festen Stoffen

Wie der Name Trenntoilette schon sagt, werden die flüssigen und festen Ausscheidungen getrennt, entweder gleich direkt im Behälter durch einen speziellen Einsatz oder schon während des Klogangs in zwei unterschiedlichen Behältern.

Trenntoiletten mit zwei unterschiedlichen Behältern werden gerne als Campingtoiletten verwendet. Diese Toiletten haben einen sogenannten Trenneinsatz der hilft die Ausscheidungen schon während des Klogangs in zwei verschiedene Endbehälter zu leiten: vorne flüssig, hinten fest.

In beiden Fällen wird Streugut zum Abdecken der Ausscheidungen verwendet. Die Fäkalien werden so ausgetrocknet und nebenbei werden auch gleich die schlechten Gerüche gebunden.

Flüssige und feste Stoffe werden in beiden Fällen getrennt voneinander entsorgt und/oder kompostiert.

 

Humustoilette – Trockentoilette mit Komposter

Bei einer Humustoilette werden die Ausscheidungen schon im Behälter vorkompostiert, bevor sie dann auf den Komposthaufen kommen. Bei der Humustoilette können flüssige und feste Stoffe entweder getrennt oder zusammen gesammelt werden. Auch hier wird mit Streugut zum Abdecken gearbeitet.

Bei der Humustoilette kommt dann noch einiges an Technik zum Einsatz wie zum Beispiel: Lüfter, Drehbehälter, Heizstäbe und auch Rührwerke. Mit denen wird Geruchsbildung vorgebeugt und die Kompostierung in Gang gesetzt. Mit dieser Art von Toilette braucht man auch einen Stromanschluss um die Technik zu betreiben.

 

Verbrennungstoilette – Trockentoilette mit Verbrennung

Bei Verbrennungstoiletten werden die Ausscheidungen direkt nach den Toilettengang in einer Brennkammer verbrannt. Die Abgase werden abgeleitet. Übrig bleibt nur ein wenig sterile Asche.

Für den Verbrennungsvorgang benötigt auch diese Toilette ausreichend Strom oder Gas. Ist die Stromversorgung nicht zuverlässig, kann es zu Störungen im Betrieb kommen. Die Anschaffungskosten einer Verbrennungstoilette sind im Vergleich zu anderen Trockentoiletten sehr hoch.